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  • Rathaus des westfälischen Friedens

    Das historische Rathaus in Münster hat einen großen Platz in der Geschichte Europas eingenommen. Am 15. Mai 1648 wurde hier der Frieden von Münster geschlossen, womit der 30-jährige Krieg beendet wurde. Dieser Tag war für ganz Europa ein herrausragendes Ereignis, denn neben dem Ende des dreißigjährigen Krieges endete auch der spanisch-niederländische Krieg und die Niederlande erreichten damit ihre Unabhängigkeit. Aus diesem Grund trifft man im Rathaus von Münster auch viele niederländische Schulklassen, die im Geschichtsunterricht die Geburtsstätte ihres Landes besuchen. rathaus Rathaus des westfälischen FriedensMit dem Ende des dreißigjährigen Krieges wurde die reformierte Konfession als Religion anerkannt und die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den christlichen Glaubensgruppen hatte ein Ende gefunden. Gleichzeitig wurden in ganz Europe mit dem Ende des Krieges gebietstechnische Veränderungen vorgenommen, die im Rahmen der dem Westfälischen Frieden vorangegangenen Verhandlungen in Osnabrück und Münster vereinbart wurden. Das Gebäude selbst wurde in seiner ersten Fassung im Jahr 1170 errichtet, als die Stadt Münster das Stadtrecht erhielt und somit ein Rathaus benötigte. Zentraler hätte der Platz auch schon damals nicht sein können, das Rathaus steht mitten auf dem Prinzipalmarkt mit Blick auf den St.Paulus-Dom und die Lambertikirche. Bis zum Ende des 14.Jahrhunderts wurde das Gebäude mehrfach umgebaut.


    Größere Umbauten und Erweiterungen gab es in den Jahren 1576/77 (Dach der Rats- und Rüstkammer), 1773-76 (Anbau an das Gebäude), 1892 (Errichtung der dritten Etage des Anbaus) und ab 1861 (Bau des großen Festsaales). Im zweiten Weltkrieg (1944) wurde des Rathaus durch Bomben vollständig zerstört. Nach dem Krieg bauten die Münsteraner ihr historisches Rathaus mit starkem Engagement der münsterander Kaufmannschaft und der Bevölkerung nach historischem Vorbild wieder auf. Ab dem Jahr 1950 begann mit Hilfe von Spenden der Kaufmannschaft und ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bevölkerung und der Handwerker der Wiederaufbau. Unter anderem wurde für diesen Zweck mehrfach eine Rathauslotterie durchgeführt, um frische Gelder zu generieren. Im Jahr 1958 war der Wiederaufbau dann komplett abgeschlossen und die Münsteraner hatten ihr altes, historisches Rathaus wieder. Berühmt ist die als Friedenssaal bekannt gewordene Ratskammer, in der der westfälische Frieden entgültig besiegelt wurde. Der historische Saal existiert heute wieder nahezu in der ursprünglichen Form mit Original-Inventar, das während des Krieges an sicheren Orten aufbewahrt wurde. Ein Besuch des Friedenssaales ist Pflicht jedes Besuchers von Münster, der auch nur halbwegs Interesse an der Geschichtsschreibung hat. In Anlehung des westfälischen Friedens, der im Friedenssal geschlossen wurde wird in Münster seit 1998 (anlässlich der 350-Jahr-Feier) der Preis des westfälischen Friedens verliehen, der von Beginn an international für großes Aufsehen gesorgt hat und in kürzester Zeit zu einem der renommiertesten Preise in dieser Kategorie geworden ist. Bisherige Preisträger sind unter anderem Kofi Annan, Václav Havel und Helmut Kohl.